Ratgeber · Beckenboden

Beckenboden nach der Geburt: Wann anfangen?

Sowohl nach einer vaginalen Geburt als auch nach einem Kaiserschnitt war der Beckenboden über Monate stark beansprucht – durch das Gewicht der Schwangerschaft, hormonelle Veränderungen und, im Fall der vaginalen Geburt, die Geburt selbst. Rückbildung braucht Zeit, und der richtige Zeitpunkt für gezieltes Training ist individuell verschieden.

Die ersten Wochen: vorsichtig und achtsam

Direkt nach der Geburt steht zunächst Schonung und die Beobachtung des eigenen Körpers im Vordergrund. Sanfte Wahrnehmungsübungen für den Beckenboden können oft schon früh begonnen werden – ohne Belastung, eher als bewusstes „Hinspüren". Ab wann intensiveres Training sinnvoll ist, hängt vom Geburtsverlauf, eventuellen Verletzungen (z. B. einem Dammriss oder einer Kaiserschnittnarbe) und dem individuellen Heilungsverlauf ab.

Rückbildungskurs und Physiotherapie – wie hängt das zusammen?

Viele kennen den klassischen Rückbildungskurs, der meist ab der Nachsorgeuntersuchung beginnt. Physiotherapeutische Beckenbodentherapie kann diesen ergänzen, wenn nach dem Kurs weiterhin Beschwerden bestehen – etwa Urinverlust, ein Schwere- oder Druckgefühl, oder wenn die Wahrnehmung des Beckenbodens weiterhin unsicher ist.

Unsicher, ob und wann Beckenbodentraining nach Ihrer Geburt sinnvoll ist?

Termin anfragen