Ein Knacken im Kiefergelenk beim Kauen, Gähnen oder Sprechen ist verbreitet und für sich genommen kein Grund zur Sorge. Ob es tatsächlich harmlos ist oder auf eine behandlungsbedürftige CMD hindeutet, hängt davon ab, ob und welche weiteren Beschwerden dazukommen.
Warum das Kiefergelenk überhaupt knacken kann
Zwischen Ober- und Unterkiefer liegt eine kleine Gelenkscheibe, der Diskus. Verändert sich ihre Position leicht, etwa durch muskuläre Anspannung, kann sie beim Öffnen oder Schließen des Mundes kurz „einschnappen" – das hörbare Knacken. Bei vielen Menschen bleibt das über Jahre ein einzelnes, wiederkehrendes Geräusch ohne weitere Beschwerden.
Wann das Knacken ernster zu nehmen ist
Aufmerksamer sollte man werden, wenn zum Knacken weitere Anzeichen hinzukommen:
- Schmerzen beim Öffnen oder Schließen des Mundes
- Eine zunehmend eingeschränkte oder ungleichmäßige Mundöffnung
- Das Geräusch verändert sich von einem einzelnen Knacken zu Reiben oder Knirschen
- Begleitende Kopf- oder Nackenschmerzen
In diesen Fällen kann eine physiotherapeutische Untersuchung – ggf. in Abstimmung mit einer zahnärztlichen Abklärung – zeigen, ob und welche Behandlung sinnvoll ist. Mehr zum Gesamtbild von CMD im Artikel CMD-Symptome erkennen: Wann zur Physiotherapie?.
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