Die häufigste Form der Skoliose entwickelt sich während des Wachstumsschubs, oft zwischen dem 10. und 16. Lebensjahr. Weil sie in frühen Stadien meist keine Schmerzen verursacht, wird sie von Eltern und Jugendlichen selbst häufig erst spät bemerkt.
Worauf Eltern achten können
- Ein Schulterblatt steht deutlicher hervor als das andere
- Die Taille wirkt auf einer Seite asymmetrisch oder eine Hüfte steht höher
- Beim Vorbeugen (Hände Richtung Boden, Rücken parallel zum Boden) zeigt sich ein einseitiger „Rippenbuckel"
- Die Kleidung sitzt zunehmend schief, obwohl sich sonst nichts verändert hat
Keines dieser Zeichen ist ein Beweis für eine Skoliose – sie sind aber ein guter Anlass für eine ärztliche Abklärung, idealerweise bei einer Fachärztin oder einem Facharzt für Orthopädie.
Warum frühzeitiges Erkennen hilfreich ist
Wird eine Skoliose während des Wachstums erkannt, gibt es mehr Handlungsspielraum – von physiotherapeutischer Begleitung bis, je nach Ausmaß, einer Korsett-Versorgung. Die konkrete Behandlungsentscheidung liegt bei der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.
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