Ratgeber · Skoliose

Skoliose und Rückenschmerzen im Erwachsenenalter

Nicht jede Skoliose wird im Jugendalter entdeckt. Manche bleiben über Jahrzehnte weitgehend beschwerdefrei und machen sich erst im Erwachsenenalter durch Rückenschmerzen bemerkbar – etwa, wenn die Muskulatur nachlässt oder zusätzliche Belastungen hinzukommen.

Warum Beschwerden erst später auftreten können

Eine Wirbelsäule mit Skoliose kann jahrelang gut kompensiert werden, wenn die umgebende Muskulatur kräftig und ausgeglichen ist. Verändert sich das – durch weniger Bewegung, Gewichtsveränderungen, Schwangerschaften oder altersbedingte Veränderungen der Bandscheiben – kann die vorher unauffällige Krümmung zunehmend Beschwerden verursachen.

Was Physiotherapie hier leisten kann

Bei Erwachsenen steht meist nicht mehr die Beeinflussung des Krümmungswinkels im Vordergrund wie bei Jugendlichen im Wachstum, sondern der Umgang mit der bestehenden Statik: Kräftigung, Beweglichkeit, Schmerzlinderung und eine für den Alltag praktikable Haltungsstrategie. Schroth-Elemente können dabei weiterhin eine Rolle spielen, oft kombiniert mit allgemeiner Rückentherapie.

Wichtig zu wissen Neu auftretende oder sich verändernde Rückenschmerzen sollten – besonders bei bekannter Skoliose – ärztlich abgeklärt werden, bevor die physiotherapeutische Behandlung angepasst wird.

Rückenschmerzen bei bekannter oder vermuteter Skoliose?

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