Laufen gehört zu den Bewegungen, bei denen Ungeduld nach einer Verletzung besonders häufig zu Rückschlägen führt: Der Kopf ist oft schneller bereit als das Gewebe. Ein strukturierter Wiedereinstieg reduziert dieses Risiko deutlich.
Warum Gehen vor Laufen kommt
Bevor wieder gelaufen wird, sollte schmerzfreies, sicheres Gehen über längere Strecken möglich sein – inklusive Treppen, unebenem Untergrund und zügigem Tempo. Erst danach folgt in der Regel ein Wechsel aus Gehen und kurzen Laufintervallen, der schrittweise zu durchgehendem Laufen gesteigert wird.
Worauf beim Steigern zu achten ist
- Nur eine Stellschraube gleichzeitig verändern: entweder Tempo, Strecke oder Untergrund – nicht alles auf einmal
- Beschwerden während und nach dem Laufen beobachten, nicht nur im Moment selbst
- Regenerationstage einplanen, statt an aufeinanderfolgenden Tagen zu steigern
- Kraft- und Stabilitätstraining parallel weiterführen, nicht durch das Lauftraining ersetzen
Warnsignale, bei denen man einen Schritt zurückgehen sollte
Zunehmende Schmerzen während des Laufens, Schmerzen, die am Folgetag noch spürbar sind, oder ein Nachlassen der Belastbarkeit sind Anlass, das Tempo oder die Distanz wieder zu reduzieren und Rücksprache mit der Physiotherapie zu halten.
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