Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des Körpers – und genau das macht die Reha nach einer Operation anspruchsvoll. Je nach Eingriff (z. B. an der Rotatorenmanschette, dem Schultereckgelenk oder bei einer Prothese) unterscheidet sich der Ablauf im Detail, folgt aber einem ähnlichen Grundmuster.
Frühphase: Schutz und vorsichtige Bewegung
Direkt nach der Operation steht der Schutz des operierten Gewebes im Vordergrund – oft unterstützt durch eine Schulterorthese. Bewegungen werden in dieser Phase meist passiv oder assistiv durchgeführt, das heißt, die Physiotherapeutin oder ein Hilfsmittel führt die Bewegung, ohne dass die eigene Muskulatur dagegenarbeiten muss. Welche Bewegungen in welchem Ausmaß erlaubt sind, gibt die Operateurin oder der Operateur vor.
Mittlere Phase: aktive Bewegung und Kraftaufbau
Sobald die Heilung es erlaubt, kommen aktive Bewegungsübungen und behutsamer Kraftaufbau hinzu – zunächst ohne, später mit zunehmendem Widerstand. Ein besonderer Fokus liegt auf der Rotatorenmanschette und der Schulterblattmuskulatur, da diese für eine stabile, schmerzfreie Schulterfunktion entscheidend sind.
Späte Phase: Alltag, Sport, Belastbarkeit
In der letzten Phase geht es um den Transfer in Alltagsbewegungen (z. B. Überkopfarbeiten, Tragen) und, bei sportlichem Anspruch, um sportartspezifisches Training – etwa Wurf- oder Schlagbewegungen im Sport. Wann welche Belastung erlaubt ist, wird in Abstimmung mit der Chirurgie festgelegt.
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